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Skandalfilm »Die Teufel«: Die triumphale Rückkehr eines verbannten Meisterwerks

🗓️ 28. Oktober 2026 Jonas Lindner AI Von Jonas Lindner (Redakteur Pop-Kultur & Musik) • 🔍 Recherche und Quellenprüfung 📌 Quelle: Spiegel
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Jahrzehntelang unter Verschluss gehalten, feiert Ken Russells legendäres Skandalwerk »Die Teufel« sein Comeback. Ein filmhistorischer Meilenstein über Macht, Hysterie und Kunstfreiheit.

Skandalfilm »Die Teufel«: Die triumphale Rückkehr eines verbannten Meisterwerks

Es gibt Werke der Kinogeschichte, deren bloßer Titel über Generationen hinweg ehrfürchtiges Staunen und heftige Kontroversen auslöst. Ken Russells berauschendes Historiendrama »Die Teufel« (Originaltitel: The Devils) aus dem Jahr 1971 gehört zweifellos zu dieser elitären Riege. Über ein halbes Jahrhundert lang galt die schonungslose Chronik über religiösen Fanatismus, politische Intrigen und menschliche Abgründe als einer der am stärksten zensierten Filme der westlichen Welt. Nun bahnt sich der radikale Bildersturm seinen Weg zurück in das cineastische Scheinwerferlicht – und beweist einmal mehr seine ungebrochene visionäre Sprengkraft.

1. Dramatischer Auftakt: Das Wiedererwachen eines verbannten Meisterwerks

Als der britische Regie-Exzentriker Ken Russell 1971 seine Adaption von Aldous Huxleys historischem Roman The Devils of Loudun präsentierte, glich das Echo einem kulturellen Erdbeben. Hauptdarstellerin Vanessa Redgrave lieferte als körperlich versehrte Priorin Jeanne des Anges eine darstellerische Tour de Force ab, die bis heute Maßstäbe setzt. Mit unerbittlicher Intensität verkörperte sie eine Frau, deren unterdrückte Sehnsüchte in kollektive Hysterie umschlagen und eine ganze Stadt ins Verderben stürzen. An ihrer Seite brillierte der charismatische Oliver Reed als stolzer Priester Urbain Grandier, der zum Spielball skrupelloser Machtinteressen avanciert. Das Ergebnis war kein behäbiges Kostümdrama, sondern ein flammender, avantgardistischer Protestschrei gegen autoritäre Unterdrückung.

Doch der Mut zur schonungslosen Ästhetik forderte seinen Tribut: Auf internationalen Druck, kirchliche Proteste und verunsicherte Zensurbehörden hin wurde das Werk drastisch gekürzt, in mehreren Ländern vollständig verboten und vom produzierenden Studio Warner Bros. für Jahrzehnte im Archiv weggesperrt. Dass dieser Gigant des Kinos nun wieder öffentlich diskutiert, restauriert und einem neuen Publikum zugänglich gemacht wird, gleicht einer späten filmhistorischen Genugtuung.

2. Chronologie der Ereignisse & Minutiöser Ablauf

Die Chronik hinter der Entstehung und Unterdrückung des Meisterwerks liest sich wie ein packender Kulturkrimi voller Zensurdebatten und künstlerischer Widerstände:

Bereits bei den Dreharbeiten im Jahr 1970 schuf das Team um den späteren Starkünstler Derek Jarman, der für das atemberaubend sterile, weiße Kulissendesign verantwortlich zeichnete, eine visuelle Kulisse von beispielloser Wucht. Russell wollte das historische Frankreich des 17. Jahrhunderts nicht romantisieren, sondern sezieren.

Im Sommer 1971 feierte der Film seine Premiere bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig. Die Reaktionen spalteten die Kritikerschaft radikal: Während Russell von avantgardistischen Kritikern als Genie gefeiert wurde, forderten konservative Verbände sofortige Aufführungsverbote.

Zwischen 1971 und den 2000er-Jahren folgten unzählige Zensurschnitte. Sowohl die britische Prüfstelle BBFC als auch US-amerikanische Gremien erzwangen massive Kürzungen. Selbst in Heimkino-Formaten blieb der Film über Jahrzehnte hinweg nur stark verstümmelt oder gar nicht verfügbar.

In den vergangenen Jahren formierte sich eine weltweite Bewegung von Filmhistorikern, Kuratoren und Star-Regisseuren, die unermüdlich für die Wiederherstellung der ursprünglichen Fassung kämpften. Nun erlebt das Werk durch retrospektive Screenings, digitale Rekonstruktionen und intensive kulturjournalistische Aufarbeitung seine verdiente Wiederauferstehung.

3. Zitate, Statements & O-Töne

Die anhaltende Faszination für das Meisterwerk speist sich aus den leidenschaftlichen Worten jener, die das Ausnahmewerk bis heute verteidigen:

"Ken Russells Film war seiner Epoche um Lichtjahre voraus. Er zeigt keine Provokation um der Provokation willen, sondern entlarvt die unheimliche Mechanik von Machtmissbrauch und Massenpsychose."
— Aus filmwissenschaftlichen Analysen zur internationalen Neubewertung des Werks

Auch Filmhistoriker betonen die einmalige Stellung der Hauptdarstellerin, die sich mit kompromissloser Hingabe in diese monumentale Rolle warf:

"Vanessa Redgraves darstellerische Leistung ist von einer rohen, elektrisierenden Kraft. Sie steigerte sich in eine schauspielerische Dimension, die die Grenze zwischen Kunst und Besessenheit vollkommen auflöste."
— Kulturberichterstattung zur filmhistorischen Einordnung
"»Die Teufel« ist kein Film, den man konsumiert; es ist eine visuelle Urgewalt, die den Zuschauer fordert, herausfordert und für immer verändert."
— Cineastische Retrospektiven renommierter Filmfestivals

4. Hintergründe & Verflechtungen

Um die Tragweite von »Die Teufel« zu verstehen, muss man den zeitgeschichtlichen Kontext der späten 1960er- und frühen 1970er-Jahre betrachten. Es war das goldene Zeitalter des New Hollywood und des europäischen Autorenkinos, in dem Regisseure die Grenzen des Sagbaren und Zeigbaren radikal verschoben. Russell verband die historische Vorlage über die Besessenheitsphänomene im Konvent von Loudun mit den damaligen Ängsten vor totalitärer Überwachung und ideologischer Verblendung.

Hinter den Kulissen tobte jedoch ein verbitterter Streit. Die Studiobosse fürchteten Boykotte und Imageschäden. Während Russell für jeden einzelnen Filmschnipsel kämpfte, landeten zentrale Sequenzen im Giftschrank. Das Paradoxon: Gerade die jahrzehntelange Verbannung trug maßgeblich zum legendären Kultstatus des Films bei. Generationen von Filmstudenten und Cineasten suchten fieberhaft nach Bootleg-Kassetten und Fragmenten, um das zensierte Mysterium mit eigenen Augen zu sehen.

5. Reaktionen aus der Promi-Welt & Community

Die Meldungen über die Rückkehr des Films sorgen in der internationalen Entertainment-Branche und den sozialen Medien für Begeisterungsstürme. Auf Plattformen wie X (ehemals Twitter), Instagram und Letterboxd überschlagen sich Regie-Kollegen und Filmfans mit Huldigungen:

Namhafte Autorenfilmer von Guillermo del Toro bis hin zu Quentin Tarantino haben die Arbeiten von Ken Russell immer wieder als maßgeblichen Einfluss auf ihr eigenes Schaffen gewürdigt. In der Cineasten-Community wird die Wiederentdeckung als triumphaler Sieg der künstlerischen Integrität über rückwärtsgewandte Zensur gefeiert. Hunderttausende Social-Media-Interaktionen belegen, dass die Bildgewalt des Klassikers auch für die moderne TikTok-Generation nichts von ihrer magnetischen Anziehungskraft verloren hat.

6. Konsequenzen, Einordnung & Ausblick

Die späte Rehabilitation von »Die Teufel« markiert eine fundamentale Wende im Umgang mit historischem Filmerbe. Streaming-Anbieter und Archive erkennen zunehmend den unschätzbaren Wert ungekürzter Originalversionen. Das Werk fungiert heute als unverzichtbares Mahnmal für die Meinungs- und Kunstfreiheit in einer Ära, in der mediale Debatten erneut von Moralisierung und schnellen Urteilen geprägt sind.

Für die Filmarchive bedeutet der Schritt den Beginn aufwendiger Restaurierungsprozesse, um die verbliebenen Filmrollen in hochauflösender 4K-Brillanz für die Ewigkeit zu sichern. Das Vermächtnis von Ken Russell, Vanessa Redgrave und Oliver Reed tritt damit endlich aus den Schatten der Verbannung heraus.

7. Das große Boulevibe-Fazit

Die Rückkehr von »Die Teufel« ist weit mehr als eine nostalgische Fußnote des Programmkinos – sie ist ein monumentales Kulturereignis. Ken Russell schuf ein Werk von ungeheurer ästhetischer Radikalität, das seiner Zeit weit voraus war und deshalb bestraft werden musste. Dass die Kunst am Ende doch triumphiert, ist die schönste Botschaft, die das Kino schreiben kann. Ein unverzichtbares, atemberaubendes Meisterwerk, das eindrucksvoll beweist: Wahre Genialität lässt sich nicht für immer wegschließen.

8. Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Fakt 1: Ken Russells Historienfilm »Die Teufel« (1971) basiert auf Aldous Huxleys historischem Roman The Devils of Loudun und den realen Ereignissen im Frankreich des 17. Jahrhunderts.
  • Fakt 2: Hauptdarstellerin Vanessa Redgrave und ihr kongenialer Filmpartner Oliver Reed lieferten in den Hauptrollen schauspielerische Sternstunden ab.
  • Fakt 3: Die markanten, futuristisch anmutenden Sets wurden vom legendären britischen Avantgarde-Künstler Derek Jarman gestaltet.
  • Fakt 4: Aufgrund drastischer Zensureingriffe war das Werk über fünf Jahrzehnte lang in seiner ungekürzten Originalfassung kaum öffentlich zugänglich.
  • Fakt 5: Die aktuelle filmhistorische Neubewertung und Wiederaufführung rehabilitiert das Skandalwerk als zeitlosen Meilenstein des Weltkinos.
Jonas Lindner AI
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Jonas Lindner Pop-Kultur

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