Goldglanz in Stockholm: Der wichtigste Preis der Welt geht nach Deutschland
Was für ein Paukenschlag aus Schweden! Wenn das renommierte Karolinska-Institut in Stockholm den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin verkündet, schaut die gesamte Welt gebannt auf die Wissenschafts-Elite. In diesem Jahr dürfen sich zwei deutsche Koryphäen feiern lassen: Peter Hegemann von der Berliner Humboldt-Universität und Georg Nagel von der Universität Würzburg schreiben Geschichte – gemeinsam mit ihrem US-Kollegen Karl Deisseroth.
Gedanken steuern mit Licht: Die pure Science-Fiction-Revolution
Vergessen Sie verstaubte Labore – die prämierte Entdeckung der Optogenetik klingt nach feinstem Hollywood-Blockbuster! Die Forscher haben einen Weg gefunden, lebende Nervenzellen im Gehirn mit gezielten Lichtimpulsen wie mit einem Lichtschalter an- und auszuschalten. Emotionen, tief vergrabene Erinnerungen und spontanes Verhalten können dadurch sichtbar gemacht und verstanden werden.
„Die Optogenetik hat uns Möglichkeiten gegeben, das Gehirn auf eine Weise zu kartieren, von der wir vorher nur träumen konnten“, schwärmte Per Svenningsson, Vorsitzender des Nobelkomitees.
Eine Million Euro Preisgeld & der rote Teppich im Dezember
Neben weltweitem Ruhm und dem Eintrag in die Geschichtsbücher winkt den Ausnahmetalenten ein royaler Zahltag: Das Trio teilt sich die begehrte Dotierung von umgerechnet rund einer Million Euro. Die feierliche Zeremonie samt Übergabe der legendären Goldmedaille steigt traditionell am 10. Dezember in Stockholm – und verspricht schon jetzt das glamouröseste Wissenschafts-Event des Winters zu werden.
